17.09.2013 - Betreiberschaft steht fest: „KTB - Kombi Terminal Burghausen GmbH“

Die RegioInvest hat den Betrieb des Güterterminals an die Bietergemeinschaft DUSS, DB Schenker BTT und Spedition Karl Schmidt vergeben.

 

Burghausen, Mainz, Bodenheim, Heilbronn. Die RegioInvest Inn-Salzach GmbH hat die Betreiberschaft für das im Bau befindliche Güterverkehrszentrum Burghausen im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung an ein Konsortium, bestehend aus der DB Schenker BTT GmbH, der Deutschen Umschlagsgesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH und der Karl Schmidt Spedition GmbH & Co. KG, vergeben. Der Vertrag mit dieser Bietergemeinschaft wird über 20 Jahre laufen. Betrieben wird das Terminal unter dem Namen „KTB - Kombi Terminal Burghausen GmbH“, zu der sich die vier Unternehmen zusammenfinden.

"Meilenstein zur Verbesserung der Infrastruktur im Bayerischen Chemiedreieck"

Die DB-Schenker-Rail-Tochter BTT ist auf den Transport von sensiblen Chemiegütern spezialisiert. Die Karl Schmidt Spedition ist einer der führenden europäischen Silologistiker und in der Region vertreten. „Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur durch das KV-Terminal Burghausen ist notwendig, weil bis 2017 eine deutliche Transportmengensteigerung erwartet wird“, sagte Jörg Hilker, Geschäftsführer der DB Schenker BTT. Mit dem Burghauser Terminal könne man Kunden künftig eine gute Anbindung des Chemiedreiecks Südbayern an das europäische Intermodal- und Eisenbahnnetzwerk bieten. Hilker spricht von einem „Meilenstein“ zur Verbesserung der Infrastruktur der Region.

Als Pachtsumme für die Dauer der 20jährigen Vertragslaufzeit sind 18,8 Millionen Euro vereinbart worden, wie Burghausens Bürgermeister Hans Steindl und RegioInvest-Geschäftsführer Anton Steinberger bekannt gegeben haben. Beide sind mit der Vergabe hoch zufrieden. „Wir haben äußerst leistungsfähige Partner gefunden und damit eine Gewähr, dass das Terminal laufen und ein wichtiges Zentrum im Güterverkehr wird“, so Steinberger. Für Bürgermeister Hans Steindl ist mit der Vergabe „ein optimaler Abschluss“ erreicht worden: „Dem Terminal kommt eine Bedeutung weit über Burghausen hinaus zu. Mit davon profitieren werden außer den Burghauser Industriebetrieben auch weitere große Industriestandorte in der Region wie zum Beispiel Burgkirchen mit dem Industriepark Werk Gendorf und Töging mit dem großen Aluminium-Verarbeitungsbetrieb Aleris.

Einzelheiten werden am 16. Oktober der Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz in Burghausen vorgestellt.

Folgende weitere Firmen waren am internationalen Ausschreibungsverfahren, das seit Mai 2012 lief, mit Angeboten zur Betreiberschaft des Burghauser Terminals beteiligt: CTS - Terminal Salzburg, CDM - Container Depot München, Eurogate und die Bietergemeinschaft Bertschi/Greilmeier/ Hinterberger.

30 Mio. Euro Investitionsvolumen

Das KV-Terminal hat ein Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro, wobei rund 8,6 Millionen Euro als Eigenanteil vom Investor RegioInvest aufgebracht und der Rest vom Eisenbahnbundesamt gefördert wird. Realisiert wird der Bau des Terminals durch die RegioInvest, ein regionales Investoren-Konsortium, das sich Ende 2011 bestehend aus Stadt Burghausen, Landkreis Altötting, VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf, Wacker Chemie AG und Borealis Polymere GmbH als "RegioInvest Inn-Salzach GmbH" gegründet hat.

Auf der Baustelle des Terminals mit seinen künftig 4 Gleisen, 2 Abstellspuren und einem Portalkran werden derzeit die Betonarbeiten abgeschlossen. Danach beginnen die Arbeiten für die Kranbahn. Die Montage des Krans wird rund zweieinhalb Monate dauern. Ende des Jahres ist die Betriebsfertigkeit des Krans vorgesehen. Im Februar 2014 läuft der Probebetrieb an. Termin für den regulären Start des Güterterminals ist im März oder April 2014.

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Aktueller Baufortschritt Anfang Oktober am „KTB - Kombi Terminal Burghausen GmbH“.
Foto: KommExpert
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Panorama-Aufnahme von der Baustelle des Kombiterminals Burghausen.
Foto: KommExpert
17.09.2013 Bild 3
Die künftige Gleiszufahrt vom Industriegelände zum Kombiterminal.
Foto: KommExpert